Toleranz / Diversity
Der Kampf gegen Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit war der Grund dafür, dass ich 1988, als damals 17- Jähriger, in die SPD eingetreten bin. Dem vorausgegangen waren schwere neonazistische Übergriffe in Langen. Hier haben sich viele Bürger gegen diese Umtriebe gestellt. Langen wurde zu einer Stadt für alle Menschen. Diesem Credo fühle ich mich sehr verpflichtet. Deswegen sind für mich die ständigen, diskriminierenden Kampagnen gegen Ausländer, Jugendliche und sozial Benachteiligte, mit denen die CDU ihre Wahlkämpfe garniert, nicht akzeptabel. So kann und darf kein Wahlkampf gemacht werden.
Die Sozialdemokraten stehen insgesamt für ein tolerantes und weltoffenes Hessen. Ich bin - das kann man auch der Vita entnehmen - der hessische Landes- aber auch der Bundesvorsitzende des Arbeitskreises Lesben und Schwule in der SPD. Der Toleranz gegenüber Homosexuellen sowie einer Angleichung deren Lebensverhältnisse gilt ebenfalls mein Einsatz – wie ich mich für alle anderen sogenannten „Minderheiten“ einsetze.
Diversity ist ein Schlagwort, das mit Leben gefüllt werden muss. Derzeit ist es immer noch schwierig für eine Führungskraft, offen zu seiner bzw. ihrer Homosexualität zu stehen. Es ist weiterhin eine Schlagzeile wert, wenn eine Frau an die Spitze eines DAX-Unternehmens aufsteigt. Gleiches gilt für den „Aufstieg“ eines Migranten. Es ist die Aufgabe moderner Gesellschaften, das Prinzip der Chancengleichheit zu verwirklichen, d.h. Diskriminierungen und Ausgrenzungen aufgrund von Geschlecht, sexueller Identität, Alter, Lebensweise, ethnischer Herkunft, Weltanschauung usw. entgegenzuwirken. Hierzu gibt es schon auf Bundesebene gesetzliche Grundlagen – aber diese müssen noch weiter umgesetzt und konkreter ausgestaltet werden. Wir wollen daher Beratungsangebote bei Diskriminierungen am Arbeitsplatz, bei Arbeitslosigkeit und zur Erlangung beruflicher Selbständigkeit fördern. Gleichzeitig Wirtschaftsnetzwerke und die Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften und Verbänden intensivieren. Nur der Austausch der einzelnen Gruppen untereinander befruchtet die gemeinsame Arbeit – mit Toleranz und ohne Diskriminierung.
